Aprilia - Motorräder
Aprilia ist ein italienischer Motorrad- und Rollerhersteller mit Sitz in Noale (bei Venedig). Das Unternehmen wurde 1945 von Alberto Beggio kurz nach dem Zweiten Weltkrieg als Fahrradfabrik gegründet und nach dem Lancia-Modell „Aprilia“ benannt.
1968 übernahm sein Sohn Ivano Beggio die Leitung und leitete den Einstieg in den Motorradbau ein – zunächst mit Mopeds und 50-ccm-Maschinen, ab den 1970er Jahren mit Motocross- und Offroad-Modellen.
In den 1980er und 1990er Jahren wuchs Aprilia stark: Kooperation mit Rotax für Motoren, erste Serienmotorräder mit Katalysator (Weltpremiere 1993), und Einstieg in den Rennsport. Aprilia wurde zur erfolgreichsten europäischen Marke im Motorradrennsport mit 54 Weltmeistertiteln (Stand 2025) und Hunderten von Grand-Prix-Siegen, vor allem in den Klassen 125 cc und 250 cc, später in Superbike und MotoGP.
Bekannte Modelle: RSV4 (Supersportler), Tuono V4 (Hypernaked), RS 660, Tuareg (Adventure) und Roller wie Scarabeo.
2004 wurde Aprilia von der Piaggio-Gruppe übernommen (zu der auch Vespa, Moto Guzzi und Gilera gehören), was die Marke stabilisierte und weiterentwickelte. Heute steht Aprilia für hochperformante, technologiereiche Sportmotorräder mit starkem Rennsport-Hintergrund.